| Geeignet für Menschen, die dem Handeln und dem Ratschluss Gottes mit Unverständnis begegnen oder sich manchmal Fragen: "Warum lässt Gott das zu". |
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Und der Herr antwortete Hiob und sprach: Wer mit dem Allmächtigen rechtet, kann der ihm etwas vorschreiben? Wer Gott zurechtweit, der antworte! Hiob aber antwortete dem Herrn und sprach: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen (Hiob 40,1-4).
Wer für die Gesetzesordnungen und das Handeln Gottes im Alten Testament kein Verstehen hat, tut gut daran die Kapitel 38 – 42 des Buches Hiob zu lesen: Hiob hatte Gott zu einem Rechtsstreit herausgefordert (Hiob 31,35-37). Gott sollte sich endlich stellen und ihm antworten. Und Gott antwortete Hiob. Aber Seine Rede überschüttet Hiob mit einer Fülle von Fragen. Sie führen ihm Gottes Allmacht in der Schöpfung und Erhaltung der Welt vor Augen, Seine Weisheit in der Ordnung in der Natur und des Tierlebens, Seine Fürsorge für Schöpfung und Geschöpfe. Gott weist Hiob auf Beispiele der Schöpfung und Weltordnung hin, die menschliche Einsicht und Fähigkeiten übersteigen. Dies alles soll Hiob erkennen und durch diese Erkenntnis sich seiner eigenen Ohnmacht und Kleinheit gegenüber Gott bewusst werden. Hiob bekennt, dass er vor Gottes Schöpfermacht und Schöpferweisheit verstummen muss. Die Beispiele aus der Schöpfung in Hiob, Kapitel 38-39 haben deutlich gemacht, dass die Weisheit des Schöpfers nicht an Menschenmass gemessen werden kann. Man kann Gottes Handeln nicht mit einem menschlichen Erwartungsschema beurteilen. In Jesaja 55,8-9 heisst es: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." Gott, der Allmächtige, lässt sich von den Menschen nicht in den Griff bekommen. Aber Sein Schöpferhandeln zeigt, dass Er Ordnungen in die Welt gelegt hat, die Ihn als weisen und gütigen Vater Seiner Geschöpfe zu erkennen geben. Für den Menschen liegt darin die Aufforderung, Gott in Seinen Wegen auch da zu verehren, wo er diese nicht verstehen kann.
Schlussendlich erkennt Hiob an, dass Gott im Recht ist und er selbst im Unrecht (vgl. Hiob 42,1-6) Mit seinem Schuldbekenntnis über seine unweisen Reden (Hiob 42,6) legt Hiob sich und alles, was ihn bedrängt, vertrauensvoll in die Hand Gottes, der sich Ihm zugewandt hat.
Sofern wir unser Leben nach Gottes Wort ausrichten und Ihn um Weisheit und Verstand bitten, werden wir auch das richtige Mass z.B. im Umgang und in der Bewertung der Tiere erhalten. In der Bibel steht: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst (nicht ...dein Tier). Warum berührt Menschen der Tod eines Tieres mehr als der Tod eines Menschen, wie Jesus Christus?
Nach der Sintflut lebte das Volk Israel unter der göttlichen Regierung und Gesetzgebung. Gott bestimmte alles, was zu tun und zu lassen war. Mit dem Bund mit Noah, nach der Sintflut, gab Gott den Menschen die Herrschaft auch über die Tiere (1. Mose 9,2 ff). Und so wie Gott es bestimmte, war es gut für die Israeliten. Doch es gab auch Zeiten, wo sich das Volk gegen Gott auflehnte und dafür die Konsequenzen zu tragen hatten. Der Gehorsam gegenüber den Bundesverpflichtungen war die Voraussetzung dafür, dass das Volk Israel auch die Zusagen des Gottesbundes in Anspruch nehmen konnten.
Autor: Antonia Deutsch - xing.ch |
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